Samstag, 28. März 2015

Harmonious

Es zieht nicht wie Wolken, eher wie ein roter Faden. Das Gefühl vorwärts zu gelangen wäre im wahrsten Sinne ein Schritt nach vorne; so bleibt mir nur der Blick nach oben (und irgendwie sieht man immer dasselbe...)
Da glaubt man (ja, Glaube...), es ginge mal gut voran, endlich aber dann überrundet man sich doch wieder selbst und alles geht praktisch von vorne los. Sprichwörtlich die der eine Schritt nach vorne und dann die obligaten zwei zurück. 
Mein letzter Post ist ja schon einiges her aber auf den verweise ich mal. Das was ich geografisch unter einigen Anstrengungen in nahezu steter Regelmäßigkeit bewege (also mein befleischtes Knochengerüst samt Habseligkeiten) ist auch irgendwie das einzige, das ich bewege. Mein selbst (allumfassend) kommt nicht zum Zuge. Eine Geißel der Zeit, Umstände und der eigenen Unfähigkeit in einigen Belangen. Sei es arbeitsbezogen, sozialverwebt oder glückstrebend; ich ziehe quasi den gesellschaftlichen Konventionen hinterher (größter Fehler EVER, macht es NIEMALS), reiße mich masochistisch gerade dann wenn die Kontaktpunkte kitten aus dem Gefüge und entrücke immer mehr der persönlichen Glückseligkeit. 

Es kommt alles zusammen und zum größten teil bin ich selbst Schuld. Ich bin fast 30 (vor zweitausend Jahren wäre ich damit alt und statistisch demnächst tot) und stelle mir jetzt immer noch die Fragen was ich will, was ich kann und warum ich es nicht schaffe beziehungsweise, was man alles könnte, wenn man hätte und wieso man nicht hat, besser gesagt wusste. Aufgeschobene Adoleszenz per Excellence (eine Errungenschaft der Postmoderne, die den "Jugendlichen" mehr Freiheit zur Selbstentfaltung geben sollte. KEINE MEDAILLE NUR MIT EINER SEITE LOL, wusste schon Hesse vor über 100 Jahren, als das voll neu war).

Habe den faden verloren. Jedenfalls eh schon genug durchgekaut. Ich kriege den Arsch nicht hoch, will eigentlich das, was ich eh nicht kriege(n kann) und alles was ich tue, ist höchstens acht Wochen cool, danach stoße ich an (meine) Grenzen; oder meine (rosa) brille fällt von meiner zu großen Nase. 

Zum Schluss aber was gute: Ich gewöhne mich nach über einem Jahr endlich an diese Stadt! Vröide! Es musste aber auch so kommen, denn ich ziehe in absehbarer Zeit nicht noch einmal um und wenn ich mich hier unter einer Brücke in meiner eigenen Scheiße wärmen muss. Wie Freunde finden klappt weiß ich aber bis heute nicht, langsam habe ich mich auch damit abgefunden, vielleicht ist der Zug abgefahren. "Ein Jahr ist lang" hörte ich letztens erst, dabei empfinde ich es als paar Monate, Ostern und Weihnachten liegen quasi gefühlt in derselben Jahreszeit (global warming macht's bald möglich, ich sag's euch und dann, Heureka, wird das Leben ein Fest!)

Naja, wieder nur "Geheule" aber irgendwie ist der Blog primär auch dafür da. Entschuldigt. Auf Wiederlesen! <3 comment-3--="">