Samstag, 26. November 2011

Trotz

Abitur brauchen Akademiker (in Ausbildung) eine gute haklbe Stunde um festzustellen, dass die Strozufuhr durch Steckdosen nicht funktioniert.

So geschehen letzten Donnerstag in der heinrich Heine Universität zu Düsseldorf im Gebäude 23.02 auf Ebene 2 in Raum 22. Planmäßig sollte zu Seminarbeginn gegen halb 9 am Morgen ein Referat gehalten werden, dieses zu dem Thema "Medienkindheit". Dazu verliere ich nicht viel weitere Worte, da es für den eigentlichen Kontext irrelevant ist.

Nun denn, die Referentin gestaltete eine PowerPoint- Präsentation, wie es in vielen Fällen zwar übertrieben aber schon standard ist, welche ja über einen Laptop per Beamer für alle groß lesbar an die Wand geworfen werden muss. Nachdem das Problem der Verkabelung von laptop und Beamer an sich behoben wurde, fragte man sich, wieso man denn nichts sehe und weshalb kein Lämpchen leuchte. Trotz des Hinweises vom Dozenten man habe ja nicht in Dresden Starkstrommontage oder ähnliches studiert, wagte ich mich nach hinweisender Äußerung an dern Sicherungskasten und "aktivierte" die Steckdosensicherung (laut Ausweisung). Allerdings brachte das keine Besserung der Situation, weshalb ein Kommilitone alle Steckdosen an der einen Wand und eine andere Kommilitonin, nach Laptoptransport, die Steckdosen an den anderen Wänden testete. Ohne Ergebnis. Man kam zu dem fragenden Entschluss, dass die Steckdosen einfach nicht funktionierten und Dozent sowie einige Kommilitoninnen gaben einer gewissen Frau B. die Schuld daran, denn diese hätte die Gerätschaften zuletzt gehabt, würde eh sabotieren wollen und schaltete den Strom ab.

Nach Überlegungen nicht einfach Kaffee trinken zu gehen kam man auf die Idee, auf dem Flur Steckdosen zu suchen und per Verlängerungen den Beamer (usw.) darüber mit Strom zu versorgen. Gesagt getan und es funktionierte. In den restlichen 60 Minuten der 90 Minuten Veranstaltungszeit hörte man dem Referat und den Ausführungen des Dozenten (ergänzend der Referentin, in in dieser Reiehenfolge fast) zu und entschied sich am Ende, den Rest auf nächste Woche zu verschieben.

Ich dachte mir die ganze Zeit, dass das Bild der "dummstudierten" oder "ahnungslos realitätsfernen" Akademiker sich durchaus bestätigte, denn als erst ich, dann der andere Kommilitone und schlussendlich eine weitere Kommilitonin am Sicherungskasten waren, wurde das unheilahnende Krächzen des Dozenten immer penetranter, sodass niemand von uns sich traute die "Hauptsicherungen"(?) zu betätigen. Letztlich klappte es über abstruse Umwege ja doch noch.

Die Frage, ob die Uni, zwecks Ersparnis, den Strom nächtlich abschlatet und an diesem Morgen in diesem Raum (Trakt?) vergaß, oder was anderweitig für den seltsamen "Stromausfall" sorgte blieb, wenn gen Ende auch etwas verdrängt, im Kopf kleben.

Das nur Mal schnell berichtet, da die Situation in meinen Augen blogwert war und von der Skurrilität geradezu Klischees bedient (sowas liest man doch gerne, denke ich *Leser hasch*)! Auf Wiederlesen!