Donnerstag, 13. Oktober 2011

Exakt drei Jahre..

..verbrachte ich Kassel. Sechs Semester. Vom 30. September 2008 bis 30. September 2011. Wie geplant. Kurzum, mit dem Bachelor in der Tasche machte ich mich auf ins geheiligte Land (aka Nordrhein-Westfalen), um den Master hinten dran zu hängen. Ich erwartete dort einen viel bessere Lebensabschnitt als in Hessen oder gar antiquiriert in Niedersachsen. Vom Dorf in eine Großstadt und von dort in eine nochmal größere Landeshauptstadt. Von den wenigen Dingen, die ich geschafft habe, ist wohl das Flügge werden mit das größte und wichtigste.

In dem Sinne, auf Wiedersehen Kassel:Nachdem die letzten Wochen in Nordhessen von bürokratischem Chaos und Uneinigkeit geprägt waren, ich erinnere mich ungern an die Immatrikulations (D) querälen und Exmatrikulationsbedingen (KS) im Groben. Nichtsdestotrotz ging alles, dank penetranter Nerverei, recht flüssig. Im Prüfungsamt Kassel werde ich mit Namen begrüßt und würde ich mich hier persönlich vorstellen, wüsste die Masterbeauftragte auch ganz genau, wer ich wäre...

Nun denn zum eigentlichen grund für diesen Eintrag, dem Umzug samt einigen Bildern. Vorweg erwähnt sei, dass ich in Kassel von vornherein nicht "sesshaft" werden wollte, ich dementsprechend an meiner Behausung nicht viel tat. Ich hatte drei Jahre lang kein Deckenlicht, es standen durchweg nicht auspackbare Kisten (Platzmangel etc.) in einer Wohnungsecke und meine Klamotten, sowie Besteck und Geschirr, lagerten in einem Sideboard. Das heißt, keine Schränke. Ich fühlte mich dennoch wohl und auch der wenige Besuch, der diese heilige Halle betreten hat, pikierte sich nicht, wenngleich es auch stückweit beschämend war und ich mich selbst als "Nomade" oder "Vaganbund" bezeichnete.

Dagegen ist meine Wohnung in Düsseldorf jetzt der reinste Palast. Begehbarer Kleiderschrank, ein Bad wie in einem 4-Sterne Hotel (leider keine Bilder), seperater Küche und in einer gemäßigten Lage innerhalb eines der angesagten Viertel. Demgegenüber punktete Kassel nur mit der sehr idealen Lage zur Uni und Innenstadt, im Graubereich zwischen Ghetto und gemäßigter Wohngegend.
Das macht die neue Wohnung durch die Bus, Tram und U-Bahn Haltestelle direkt vor der Tür wieder wett. Darüber hinaus fahre ich zu allen wichtigen Orten/Lokalitäten ca. 20 Minuten, von daher zu verkraften. Ganz zu schweigen von der grandiosen Lage zu vielen Oberzentren/Großstädten (Köln/Bonn), weil Ballungsgebiet. Kassel im einsamen Nordhessen ist der einzige Stern, der "Kraft" aufzuweisen hat.

Final, eine Collage mit einigen Bildern, die unmittelbar am Umzugswochenende entstanden. Ich war zu faul extra neue zu machen, ich bitte um Nachsicht:Um kurz die neue Studienumgebung zu kommentieren. Organisatorisch ist Düsseldorf strukturierter, dadurch auf den ersten Blick komplizierter, dennoch im Ganzen konsequenter und routinierter. Kassel punktet durch Übersichtlichkeit auf den ersten Blick und mit, in gewissen Aspekten, logischerer Abwicklung von Anliegen. Manko ist im Nachhinein der "unfertige" Campus (welcher ursprünlich nicht als solcher geplant war) und die ungünstige Lage. Da aufgrund diverser Umstände (Doppeljahrgänge, Aussetzung der Wehrpflich und des Zivildienstes) alle Universitäten in Deutschland an Platzmangel leiden, kommt mir Düsseldorf gewappneter vor. Größere Gebäude mit mehr Räumen in explizit struklturierten Einrichtungen bei weniger Studierenden im Gesamten (Kassel hat noch das Lehramt, das Düsseldorf nicht mehr ausbilden darf).

Das nur kurz als ersten Eidnruck nach einer Woche "Vergleichsbasis". In dem Sinne auf Wiederlesen!

Kommentare:

IchiVo hat gesagt…

o_o Begehbarer Kleiderschrank ? D:< das ist was für Frauen Thobi ! Also echt ! (Verzeih,der pure Neid spricht aus mir <3)

Oli hat gesagt…

Na dann viel Glück!!