Donnerstag, 2. Juni 2011

Etwas wundersames..

..erfuhr ich auf dem Facebook-Profil von UniversumAnime, denn dort wurde postuliert, dass der neuste Ghibli-Film "Arrietty - Die wundersame Welt der Borger" (karigurashi no arriety) auch in Kassel laufen wird. Diese laufen, wenn den irgendwann mal (Errinerungen an das Ponyo-"Debakel"), seit den Chroniken von Erdsee ja nicht mehr flächendeckend im Bundesgebiet (bzw. nur noch in ausgewählten Kinos). Eines dieser Kinos ist eben der hiesige "filmladen" gewesen, das ein recht kleines Kino mit Clubathmosphäre ist.. würde ich zumindest mal spontan behaupten.

Nachdem ich letzten Herbst Ponyo in Godesberg gesehen hatte, fand ich es irgendwie cool, wieder einen Ghibli-Film im Kino zu sehen (neben Ponyo war Chihiro der einzige). Leider wurde mir der Moment vergönnt, diesen schönen Film in schöner Begleitung zu sehen, weshalb ich alleine ins Kino stapfte und für 4,50 ein Ticket löste.

Trotz der etwas "vintage"-mäßigen Atmosphäre der Lokalität, war die technik klasse. Der Film wurde, soweit ich mal in einer Randnotiz las, den Kinos lediglich digital angeboten, weshalb noch nicht aufgerüstete Säle den Film nicht zeigen konnten. So sah es dann auch aus, astreines Bild und glasklarer Klang. Nachdem Ponyo ja durchweg traditionell produziert wurde, glänzte Arrietty wieder mit Computeranimationen und satten digital Kolorationen. Zu den Animationen sage ich nicht viel, selbst die Ghibli-Filme aus den späten 80ern sind teils besser bewegt als neuzeitliche Serien.

Der OST (Soundtrack) stammt von einer Französin, die dieses Jahr auch als Ehrengast (plus Orchester) auf der Connichi zugegen sein wird und eben Stücke aus dem Soundtrack live aufführen wird. Eben diese Frau singt, soweit ich das verstanden habe (zu faul das recherchieren) das Theme zum Film. Im Trailer wurde/wird ja die etwas seltsame Aussprache der Sängerin oft angekreidet, dazu mal erwähnt, dass es wohl eben jene Komponistin ist, die das Lied selbst singt. Basieren tut der Film übrigens auf einem Kinderroman, nämlich den Borgern.

Allein diese Grundidee ist niedlich und gibt sehr viel her, für den typischen pädagogischen Subtext, den Ghibli in jedem Film schick platziert. Soviel zu den Spontaneindrücken! Falls ihr in die Gelegenheit kommen solltet den Film sehen zu können, tut es! Auf Wiederlesen~