Montag, 11. April 2011

Die Universität zu Kassel..

..bescheinigt mir seit heute, zumindest sah ich das heute erst, dass ich meine Bachelor-Arbeit anmelden darf. Sprich: Ich bin befugt diese Arbeit im diesem Semester (SoSe2011) zu schreiben und damit die erste, und je nach Umstand einzige, akademische Hürde überwinden zu dürfen, hoffentlich. Ja, ich zweifele immer :D
Demzufolge werde ich wenn alles gut geht und ich nicht wieder verkacke, wie so öfter, diesen Herbst aus Kassel ziehen und meine Pilgerfahrt ins gelobte Land (= Nordrhein-Westfalen) starten. Dort angekommen dann entweder in Bochum oder Düsseldorf (beides präferierte Orte, Düsseldorf Nr. 1; andere Unis muss ich noch weiter "begutachten"..) den master in Angriff nehmen und wenn das nicht klappen sollte, irgendwas anderes. Man ist ja jung, spontan und beruflich unentschlossen!

Somit stellt dieser Eintrag ein evtl. verfrühtes auf Wiedersehen Uni Kassel dar. Übrigens wird die Uni dieses Jahr sagenumwobene 40 Jahre alt! Ich wäre dann 3 Jahre hier gewesen und habe die paar schicken Seiten Kassels zu schätzen gelernt und das erste Mal in meinem Leben "Großstadtflair" genießen dürfen. Ich mag Bahnhöfe!

Bisschen schade finde ich es, dass ich wohl keine einzige Documenta mitkriegen werde, für die Kassel ja berühmt ist. Dafür habe ich mindestens zwei Connichis mitgemacht, yeah man!
Alles in allem ist die Uni Kassel schick gestaltet, überfüllt, verplant und stückweit liberal. Also wie alle Unis hierzulande, nur das nicht alle ganz so schick sind. Dafür sind manche anderen Elite, Kassel nicht, aber wen interessierts!

Auf Wiederlesen~

Samstag, 9. April 2011

Beim Schlendern..

..aus purer Langeweile in diverse Einkaufszentren zum kostenlosen Gucken und dreisten "Probelesen" einschlägiger (Polit)Magazine findet sich so das ein oder Andere interessante bzw. relevante Thema in schmucker redaktioneller Artikelform.

In der aktuellen Neon fand ich durch das Cover "eyecatched" (übrigens ist Nägelkauen da echt das beste was man als Motiv nehmen konnte, ehrlich jetzt) einen Artikel, der das große Thema Studium und Liebe mit anschließender Berufswahl behandelte. Natürlich steht da dann die Fernbeziehung und die räumliche Distanz im Fokus. Neben Beispielfällen und möglichen Entscheidungsschilderungen mit exzemplifizierten Folgen, ob man nun der Liebe oder dem Karrieredrang nachgibt, wurde auch ein kurzes Interview mit einer Psychologin (Name vergessen), die zum Thema "Distanzregulation in Fernbeziehung" promovierte, abgedruckt.

In besagtem Interview wurde Skype als die eine Revolution des Phänomens der Fernbeziehung startende Instanz genannt, da man mit einander reden, sich sehen und so den Alltag mit seinem Partner teilen kann ohne kopräsent zu sein. Dies ist nebenbei zezüglich meines Bachelorthemas marginal interessant.

Bedingt durch die Kürze dieses Interviews blieben die Thesen und Argumente mehr oder weniger oberflächlich und erklärten Dinge, die jeder Netzkundige Mensch sich auch so denken konnte (wobei diese Aussage in fast allen gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen anzutreffen ist und bei genauerer Betrachtung eben genau das nicht der Fall ist). Dass frisch Verliebte die Ritualisierung wie morgendliche SMS und abendliche Telefonate sofort erlernten und durchsetzen sowei durchführen, wohingegen Paare, die durch sich ändernde (und nicht abwendbare) Umstände in diese Situation kommen sich damit erst schwer tun.

Auch, dass man eventuell bei oberflächliche Entscheidungen den Partner mit einbezieht um einfach das Gefühl "du gehörst zu meinem Alltag" zu vermitteln, war für mich nichts neues. Wohl aufgrund der tatsache, dass ich eben in genau dieser Situation stecke. Allerdings die genaue Benennung der differenten Definitionen der Eifersucht (und ihrer Auswüchse) war für mich in der Art neu. Denn außerhalb einschklägiger web2.0-Foren, wo das Thema immer wieder Kontroversen heraufbeschwört und zu verbalen Schlammschlachten führt, wurde von der Psychologin kurz und knapp gesagt, dass der Umstand der Fernbeziehung die Eifersucht legitimiert, selbst wenn die Partnerin (Femininum geschlechtneutral benutzt, um das Bild des imaginären männlichen Metakörpers zu durchkreuzen) "nur" mit einem Kollegen klettern geht.
Das kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen, würde ich so ohne weiteres unterstreichen. Das Gegenteil, dass manche selbst bei nächtelangen Sauftouren keine Eifersucht schieben wurde als Gegenpol genannt.

Abschließend für diesen kurzen Spontaneintrag möchte ich die Meinung "Liebe an einem, Karriere am anderen Ort" kommentieren. Meiner Meinung ist, sprich meine Einstellung ist, dass ich auf keinen Fall für einen Job meine Liebe und damit mein Leben (meine Liebe ist mein Leben, ich lege im Vergleich da echt sehr wenig auf Karriere) "verlasse" und wer weiß wie weit weg ziehen würde. Das Beispiel, dass ein Meeresbiologe (im Übrigen ganz lustig, das wollte ich damals in der eingehenden noch Mittelstufe werden) nur an der Küste arbeiten könne leuchtet ein und die damit verbunden Konsequenzen gestalten sich für mich gedanklich tötend.

Dennoch stellt sich für mich die Frage gar nicht. Ich würde alles machen, solang ich bei ihr sein könnte. Das Argument, dass je höher die Qualifikation ist, sich die räumliche Übereinstimmung schwierig gestalten kann ist ein Punkt. Aber wo ein Wille ist. In mir streubt sich alles, wenn ich daran denke, dass der Partnerin die Karriere vor ihre Liebe geht. Dahingehend war der letzte Satz der Psychologin auf eine redaktionelle Nachfrage auch; "ich glaube niemand sagt am Sterbebett 'ich hätte gerne mehr gearbeitet'", ist Sekundiert.

Naja, hatte nur kurz Lust einen groben und unter Umständen lückenhaften Abriss darüber zu schreiben um einigen meiner Gedanken eine Struktur zu geben. Das Thema ist groß und es sind Bücher darüber gefüllt. Alles was ich mir darüber schon zurecht gedacht habe kann ich gar nicht in Worte fassen, nichtsdestotrotz wollte ich diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen.

In dem Sinne auf Wiederlesen und vielleicht bald mehr darüber, da es eben momentan als einer von Zwei wichtigen großen Punkten mein Leben bestimmt.

Donnerstag, 7. April 2011

Wie in einem Märchen..

..muss es in der Tintenwelt sein. Ich habe gestern den dritten und abschließenden Band dieser Saga gelesen und weiß bis jetzt nicht, was ich genau von dem Ende halten soll. Nachstehend ein kleines persönliches Resümee mit einigen Punkten dir während der Lektüre auffielen oder aufstießen.Diese Bücher sind ja mittlerweile schon einige Jahre alt und ich hätte sie auch nie gelesen, wenn ich nicht im Dezember 2008 den Film gesehen hätte. Dieser war mehr als schlecht durchwachsen, weshalb so ziemlich viele die typische Parole grölten "Das Buch ist so viel besser". Allein dieser Worte wegen hegte ich Interesse das Buch zu lesen, da der Grundplot ja schon interessant anmutete auch wenn er für den Film angepasst wurde. Jedenfalls hatte ich einige Jahre lang nicht die Gelegenheit an die Bücher zu kommen und kaufen wollte ich sie nicht gleich; es gab noch keine Taschenbuchversion. Allerdings erhielt ich dann die Chance die Bücher zu leihen (später sah ich auch, dass die bei uns in der UniBib stehen..) und so las ich mich dann in dieses "Jugend"Universum.

Teil Eins nennt sich wie das Buch im inneren der Geschichte um das sich alles dreht. Tintenherz. Ein Buchbinder entdeckt die Gabe in sich Wesen und sonst alles aus geschriebenen Geschichten zu lesen. Seine Stimme lockt das Leben auf den beschriebenen Seiten in das richtige Leben. Allerdings verlangt das Buch einen Tribut für das "stehlen" der Figuren und zieht demzufolge ein Lebewesen aus unserer Welt in die des Buches.


Natürlich liest er neben einem augenscheinlich guten Charakter auch eine Horde Bösewichte mit her, dafür verschwindet seine Frau in die fantastische Welt. So beginnt das Ganze.
Der eine getrieben von der Sehnsucht nach seiner eigenen Welt, während es dem anderen nach nichts anderem dürstet als das Buch zu vernichten um nicht wieder zurück zu müssen. Zwischen diesen Positionen steht die "Zauberzunge" die nichts anderes will als seine Frau, vorerst.

Der Trilogie erster Teil beschäftigt sich mit eben diesem Drama an dessen Ende genretypisch der Sieg über den Bösewicht stehen muss. Im Laufe der Geschichte gesellen sich immer mehr Charaktere dazu und auch das Talent des Herauslesens ist nicht einzigartig. Im Zuge dieser geschehnisse drehht und wendet sich die Geschichte und es werden aus Neugier, Sehnsucht oder Not die Welten gewechselt. Der Vater sucht seine Tochter. Die Tochter sucht das Abenteuer. Die Mutter sucht ihren Mann. Der Mann sucht alles das im Ganzen und verliert sich am Ende fast selbst. Daneben wird gestorben, wiedererweckt und als Preis dafür Verträge geschlossen. Liebe mehr zu Büchern als zu Menschen und so kommt es final dazu, dass ein einziger Junge mithilfe eines Buches seinen Großvater über den Buchbinder an den Tod verkauft.

Ganz grob runtergebrochen. Die Geschichte ist wirklich toll, nichtsdestotrotz stellen sich einige Fragen. Wieso wird niemand von Dritten vermisst? Warum sehnt man sich nur in kurzen Phasen nachhause? Wieso wird so schnell akzeptiert? All das und mehr kam mir beim Lesen in den Sinn. Auf Grund der Tatsache, dass es sich um eine Jugendbuchreihe handelt stellen sich die Fragen nicht länger und man betrachtet generell alles nicht mehr so eng, denn pädagogisch hat das Buch schon einen gewissen Wert. Es wird nichts geschönt, es wird wie gesagt gestorben, gequält, geweint und am Ende das Grausame der Welt "nur" in die Flucht geschlagen aber nicht endgültig und utopisch vernichtet. Der Abschluss gestaltet sich versöhnlich aber auch irgendwie unbefriedigend und etwas melancholisch.

Sprachlich ist das Buch eine Berg- und Talfahrt. Neben sehr schön klingenden Passagen gesellen sich verbrauchte Stilmittel. Selbst innovative Wendungen werden von der Autorin exzessiv bis in die Abstumpfung genutzt. So leckt das Feuer an allem und jedem und, besonders im ersten Teil, wispern alle zu jeder zeit anstatt zu flüstern. Diese Überreizung wirkt ungewollt lächerlich und hat für mich die Sprach stückweit vernichtet.
Für ein Jugendbuch finden sich auch ab und an komplexe Satzkonstruktione, welche an einigen Stellen auch den Lesefluss etwas brechen. Neben all dem erzählt die Autorin aber im großen Ganzen eine gefühlvolle Geschichte und allein der Fokus auf Bücher mag da etwas übel aufstoßen. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen werden modern und aufgeklärt geschildert.

Für mich persönlich gestaltete sich der zweite Band (Tintenblut) als der sprachlich Beste und von der Geschichte her spannendste. Gefolgt vom dritten Band (Tintentod), der allein durch das Fehlen einer tragenden Figur in der ersten Hälfte durch Dehnungen enttäuscht. Tintenherz als erster Band selbst ist für mich der mit Abstand schwächste, wohl dem Fakt geschuldet, dass er eben den ersten Band darstellt und somit quasi als "Experiment" in Sachen Plot und Sprache diente.

Am Ende wird eine fokussierte Geschichte erzählt die mitzureißen weiß, wenn man sich an einigen gestreckten Stellen der Erzählung und die etwas schwankende Sprache nicht zu sehr aufhängt. Tintenherz gibt es mittlerweile (09/2010) auch im Taschenbuch, weshalb der Einstieg sich in der Variante günstig gestaltet.

In dem Sinne auf Wiederlesen!
P.S.: Ich hoffe echt auf eine irgenwann neu angegriffene Neuverflmung, denn der derzeit existierende Film versteht es nicht im Ansatz die tollen Ideen des Buches umzusetzen.

Mittwoch, 6. April 2011

Und laufe.


Oh ah oh ah oh ah oh oh,
Oh ah oh ah oh ah oh oh.
Oh ah oh ah oh ah oh oh,
Oh ah oh ah oh ah oh oh.

Irgendwie wünsch’ ich mir Mut,
ein bisschen Tapferkeit.
Hab’s satt auf Menschen zu warten die mich retten kommen.
Wünschte ich hätte alles,
oder wenigstens etwas.
So schwer es einzusehen war,
aber nun sind meine Gedanken klar.

Ich werde unvoreingenommen all die
neuen Möglichkeiten ergreifen.

Oh ah oh ah oh ah oh oh.
Ich mach‘ meine eigenen Pläne,
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Schmeiß‘ die alten über den Haufen.
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Werde wachsen. Jemand sein.
Zeichne eine Karte, finde einen Weg.
Atme tief ein und laufe.
Und laufe.

In meinem Kopf sind nur Worte um mich anzutreiben,

muss mein Leben in Ordnung bringen um wirklich dran zu glauben.
Das worauf ich so warte, ist das Warten mehr als wert.
Aufhören mit den Selbstzweifeln,
Ich muss wissen was mich ausmacht.

Ich werde unvoreingenommen all die
neuen Möglichkeiten ergreifen.

Oh ah oh ah oh ah oh oh.
Ich mach‘ meine eigenen Pläne,
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Schmeiß‘ die alten über den Haufen.
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Werde wachsen. Jemand sein.
Zeichne eine Karte, finde einen Weg.
Atme tief ein und laufe.
Und laufe.

Ich versuch’s ja zu lassen,

besser zu sein als ich war.
Hab’s satt auf jemanden zu warten.
Ich versuch’s ja zu lassen,
besser zu sein als ich war.

Hab’s satt auf jemanden zu warten.
Ich schaff’s schon alleine.
Oh ah oh ah oh ah oh oh.
Endlich sehe ich den Weg.
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Ich habe von all den Fehlern gelernt
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Ich mach‘ meine eigenen Pläne,
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Schmeiß‘ die alten über den Haufen.
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)

Werde wachsen. Jemand sein.
Zeichne eine Karte, finde einen Weg.
Atme tief ein und laufe.

Oh ah oh ah oh ah oh oh

Laufe, laufe, laufe, laufe.
(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Laufe, laufe, laufe, laufe.

(Oh ah oh ah oh ah oh oh.)
Oh ah oh ah oh ah oh oh.

von: He Is We (And Run) | universalmotown

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Das Lied drückt echt sehr schön aus, was jeder Jugendliche, junge Erwachsene, wohl überwinden muss. In so einer Phase befinde ich mich derzeit auch wieder, allein aus diesem Grund die spontane Lust das mal stumpf zu übertragen. Auf Wiederlesen!

P.S.: Wie imme rnicht wirklich auf Silben, Metrum und damit Singbarkeit beachtet. Die "oh"s da drinne stammen von der Studioversion, kommen dementsprechend in der acoustic nicht vor.