Dienstag, 4. Mai 2010

Die Bibel der...

...Geistes- und Sozialwissenschaften sei laut einem Professor an hiesiger Universität das Buch "Dialektik der Aufklärung" von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Diese beiden sind, zumindest im Falle vom Adorno, bekannte Philosophen/Soziologen und mit die bedeutendsten Denker der 20. Jahrhunderts.

Soviel zur Einleitung, denn was besagt diese "Bibel"? Genau das, worum sich ein nicht kleiner Teil der Jugend jeder Generation bis heute Gedanken macht, nämlich "bin ich Mainstream" oder eben ähnliches. Und wahrlich habe ich heute in den rund 90 Minuten Seminar zur literaturwissenschaftlichen Vertiefung einiges mehr verstanden was diesen ganzen Komplex angeht.

Um euch das mal nicht ganz vorzuenthalten und das für mich selbst zu resümieren.
Realität ist das Abbild dessen, was uns massenmedial von der Kulturindustrie (Anm.: Kultur als industrielles Produkt) vorgestellt wird. Man selbst nimmt die Realität nicht mehr individuell wahr, sondern wird manipuliert bzw. gelenkt von dem, was einem auf den verschiedensten, heutzutage allgegenwärtigen, Kanälen der Medienlandschaft aufgezeigt wird. An und für sich nix so ganz neues, wenn man aber bedenkt, dass diese These schon 1947 vertreten wurde, sollte einem der proportionale Anstieg durch rasant voranschreitende Entwicklung der menschlichen Möglichkeiten im Bezug auf Technik und damit einhergehende Anstiege dieser "Folgen" bewusst werden.

Denn genau das ist der Grund, warum Popkultur, Popliteratur und teils eben Popart sowie die Popmusik bis heute nicht wirklich Fuß in den akademischen Diskursen fassen konnten. Diese Ausprägungen, als Eventkultur zusammengefasst, hatten oder haben jeher das Problem, dass die Anhänger dieser, in Entstehungszeit meist revolutionär auftretenden, Jugendbewegungen als latent faschistoid gebrandmarkt zu werden. Kreateure dieser "neuen" Arten von künstlerischer Auslegung brechen oft Normen, weshalb ihnen der meist verdiente Ruhm nicht zuteil wird bzw. eben vorenthalten oder abgesprochen wird.

Zurück zur Serialisierung von Kultur und der damit verbundenen Manipulierung der menschlichen Freizeit durch massenmediale Steuerung. Hart runtergebrochen bedeutet das, dass der Mensch in seiner Freizeit nur glaubt frei zu entscheiden und seinem Selbstbewusstsein einen individuellen Anstrich zu geben. In Wirklichkeit könnte, marxistisch argumentiert (Adorno), ein Mensch, der Mitglied oder Anhänger einer Eventkultur ist und somit durch Medien beeinflusst, nicht frei handeln, da dieser in seiner Freizeit Tätigkeiten nachgeht von denen er meint, dass er Ihnen nachgehen muss um sich für den Schaffensprozess, oft täglich, zu erholen.
Als Beispiel fiel das Szenario, dass die moderne Jugend oft in ein Fitnessstudio geht (oder ähnliches bzw. "mehr) um den Idolen und deren Körpern, dargestellt in Film, Zeitschrift und Fernsehen, näher zu kommen, da diese die (medial) dargestellte Realität darstellen, die man auf sich selbst projiziert ohne sich, seiner selbst willen, eine eigene Realitätsvorstellung zu machen.

Mehr sage ich dazu nicht, ich wollte das hier nur mal schnell zusammenfassen, also zumindest was ich geglaubt verstanden und behalten zu haben, und euch dieses unter Umständen interessante Wissen nicht zu "verheimlichen".
In dem Sinne, wiedermal auf Wiederlesen und "think yourself".. schwer aber TSCHAKKA!

P.S.: Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich XDD

1 Kommentar:

Tinahh~ hat gesagt…

Ich erinner mich, wie ich mit meinem Bruder vor längerer Zeit über dieses Thema geredet hab'.. °0°
Mh-hm, mh-hm..

Schön dass mal was dabei is, was dich interessiert C;