Mittwoch, 23. April 2008

Franz Reichelt - Eiffel Tower und Anderes...

…zur erst erwähnten Sache folgendes aus Wikipedia:

Franz Reichelt († 4. Februar 1912 in Paris) war ein österreichischer Schneider und Fallschirmkonstrukteur.

Franz Reichelt sprang am 4. Februar 1912 in einem selbstgebauten Fledermaus-Anzug vom Eiffelturm aus einer Höhe von ca. 60 Metern vor laufender Kamera und den Augen zahlreicher Anwesender in den Tod. Der Fallschirmkonstrukteur hatte anscheinend gehofft, mit Hilfe seiner Flugapparatur sanft zu Boden gleiten zu können.

Der entstandene Einschlagskrater war 14 Zentimeter tief.

Ich frage mich dabei ernsthaft, wie man so dumm sein kann. Ja es war 1912 und ja es waren die Anfänge vom bemannten Flug aber als Fallschirmkonstrukteur muss dieser besagte Herr Reichelt, besonders als gebürtige Bewohner des deutschsprachigen Europas, folgendes wissen besessen haben:
Otto Lilienthal und Clement Ader
Der Flugpionier Otto Lilienthal (1848–1896) führte erfolgreiche Gleitflüge nach dem Prinzip „schwerer als Luft” durch und unterschied sich von zahlreichen Vorläufern dadurch, dass er nicht einen einzigen Flug versuchte, sondern nach ausführlichen theoretischen und praktischen Vorarbeiten deutlich über 1.000 mal gesegelt ist. Die aerodynamische Formgebung seiner Tragflügel erprobte er auf seinem „Rundlaufapparat”, der von der Funktion her ein Vorgänger der modernen Windkanäle war.

Clement Ader hat mit seiner Eole den ersten (ungesteuerten) motorisierten Flug in der Geschichte ausgeführt. Bei der Eole handelte es sich um einen freitragenden Nurflügel-Eindecker, der von einer auf eine vierblättrige Luftschraube wirkenden 4-Zylinder-Dampfmaschine angetrieben wurde. Die Eole hob am 9. Oktober 1890 zu ihrem einzigen Flug ab, flog ca. 50 m weit, stürzte ab und wurde dabei zerstört.

Einen der ersten gesteuerten Motorflüge soll der deutsch-amerikanische Flugpionier Gustav Weißkopf im Jahr 1901 über eine Strecke von einer halben Meile zurückgelegt haben. Hierzu gab es außer Zeugenaussagen keinen fotografischen Beweis.

Am 18. August 1903 legte Karl Jatho in einem motorisierten Zweidecker eine Flugstrecke von ca. 18 Metern zurück, bei weiteren Versuchen erreichte er sogar Flugstrecken von ca. 60 Metern. Das von Jatho verwendete Fluggerät war jedoch nicht lenkbar.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug#Geschichte.
Außerdem müssten einem Geschäftsmann in dem Gebiet zur damaligen Zeit die nachfolgenden Errungenschaften als revolutionär im Gedächtnis eingebrannt sein.)

Ich frage mich echt wie man das erlauben und als Verwaltungsbezirk zulassen konnte. Ich bin zwar traurig so einen meisterhaft Publizierten Suizid, auch wenn unwissend ‚vollbracht’, zu sehen aber empfinde gleichzeitig Gleichgültigkeit, denn er musste von oben erwähntem Wissen Kenntnis gehabt haben, es sei denn er war als Fallschirmkonstrukteur überfordert und betrieb das nur als erfolgloses Hobby. Soviel erst einmal dazu. Btw wusste ich gar nicht, dass man 1912 schon bewegt dokumentieren kann aber der Almanach der Dokumentationsvideos (= YouTube) eröffnet einem ungeahnte Schätze der menschlichen Historie … zugleich erschreckt mich diese Naivität und Unkenntnis das ein zu schwach geschirmter Apfel genauso schnell vom Stamm auf den Boden fällt wie ein ungeschirmter. Aber ohne solche humanen Selbstversuche kommt die Menschheit nicht voran.

Da ich eh in letzter Zeit sehr sensibel auf Tod reagiere und das jegliches Leben über alles schätze, bereiten mir solche Videos zunehmend Kopfzerbrechen. Ich habe heute sogar einem größeren Käfer auf die Beine geholfen der auf dem rücken liegend auf dem Bürgersteig um sein Leben kämpfte. Als ich ihn das erste Mal aufgerichtet hatte wurde er gleich vom nächsten Auto das vorbeizog wieder umgeworfen und ich holte ihn sogar von der Straße und setzt in rechtens auf den Bürgersteig. Klingt verrückt war aber so, denn ich verabscheue den Tod. Sowohl das Sehen als auch das miterleben. Wollte das nur mal erwähnt haben.

Des Weiteren habe ich noch nie einen so tief stehenden und orange glühenden Mond gesehen wie heute Nacht. Erstaunlich. Damit auf Wiederlesen.

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