Freitag, 5. Oktober 2007

Von gelben Hörnchen und…

…und grünen Zentren erzählt dieser Eintrag. Angefangen bei den gelben Hörnchen schildere ich in den folgenden Sätzen wie sie eben diese so machen und wie toll doch ihre Dienstleistung ist. Um die Fragezeichen die evtl. gerade die Gesichter der Leser füllen zu negieren erwähne ich vielleicht erst einmal wen ich mit „gelbe Hörnchen“ meine. Es ist die deutsche Post, welche von mir diesen nüdlichen Nick gekriegt hat. Eigentlich erdachte ich erst „gelbe Pfeifen“ aber am Ende empfand ich „Hörnchen“ doch als passender. Nuja, das Problem lautet wie folgt: Ich brachte die letzten tage ein recht sporadisch verpacktes Paket zur Post um es einem Netzkumpel zu schicken. So weit so gut aber schon die ersten 30 Sekunden aus meinen Händen ließen mich mit sorgvollem Gesicht die Postfiliale verlassen, denn wie das Paket da in das Paketsammeleck geschmissen wurde kann einfach nicht gesund sein. Da dies jedoch für mich nichts allzu neues war habe ich es einfach so hingenommen in dem Wissen, dass der Inhalt nicht so leicht zerbersten kann (was der Postbeamte aber nicht wissen konnte … weshalb dann diese Grobheit?). Ich habe auch schon mit der korrupten Seite der Post Bekanntschaft gemacht die mir meine Pakete geöffnet oder nur halb bestückt zustellte, deshalb hege ich so ein gewisses Misstrauen gegenüber diesem Dienst.

Nichtsdestotrotz gibt es hier keine wirkliche Alternative weshalb ich solche großen Erledigungen immer mit Unbehagen an die Post reiche, da ich dort einfach zu vielen fremden meine Habseligkeiten usw. anvertrauen muss bzw. einfach blindes vertrauen in Bezug auf ordentliche Zustellung und Behandlung des Gutes üben muss. Und bei der an den Tag gelegten Grobheit der meisten hiesigen Postbeamten fällt mir das sehr schwer. Naja, kommen wir zum Hauptthema, denn in den allermeisten Fällen liefert die Post direkt am nächsten Werktag obwohl sie 3 dafür Zeit hätten. Drauf vertraute ich auch dieses Mal und wurde schon unruhig als ich von besagtem Kumpel erfuhr, dass das Paket noch immer nicht da sei. Ich schrieb es von da an schon ab als „verschollen“. Das bestätigte sich am dritten Werktag, denn es kam an diesem bis 15.30 nicht an. Darauf hin regelte ich vielleicht übereilig und übereifrig eine Sache, denn um kurz nach 16 Uhr wurde mir mitgeteilt, dass das Paket endlich seinen Zielort erreicht hätte. Ich hatte die Post noch NIEMALS ihre vollen drei Werktage ausnutzen sehen bzw. hören und so überraschte mich das schon. Aber Ende gut Alles gut.

Zu dem grünen Zentrum, welches auch unter „Landwirtschaftskammer“ bekannt ist. Dort führte mich heute mein Weg um einige Infos einzuholen und schon gleich an der Tür wanderten mir folgende Buchstabenketten über meine Netzhäute: „[…]zur Schließung der Zweigstelle Lüchow[…]“ (was laut Schreiben für 800 Bauern die Beratungs- und Unterstützungs- sowie Anlaufstelle für diverse Angelegenheiten kosten würde) als mir das durch den Kopf ging wollte ich eigentlich gleich umdrehen aber ich ging trotzdem auf gut Glück hinein. Als ich mir erstmal den Plan ansah um in Erfahrung zu bringen wo die Abteilung zu der ich wollte ihre Räume hatte, las ich auch, dass in 15mins Sprechzeitenschluss eintrat und so bemühte ich mich geringfügig um Hackengas. Als ich dann, den anscheinend einzigen Menschen im Gebäude fand, richtete ich meine Belange in Richtung seiner Hörmuscheln. Die Antwort „nee bei uns nicht mehr“ überraschte mich aus oben genannten Gründen nicht mehr aber ich hatte es wenigstens versucht und so zog ich mit halb zufrieden gestelltem Gewissen gen Heim. Somit eine weitere Stelle abgehakt, damit nimmt die Zahl der potentiell möglichen Beschäftigungsgeber ab.
An der Stelle auf Wiederlesen.

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