Montag, 10. September 2007

Der eiserne Wille…

…zum Schreiben, was übrigens zur zeit das einzige ist was mir Freude macht, bewegt mich eine gute Stunde nach dem letzten Eintrag noch einen zu Verfassen und zwar versuchsweise etwas tolles und zwar ein Review zum ersten Kinofilm zum Anime BLEACH!
Ich habe mir den Film unmittelbar vor dem verfassen des letzten Eintrages angesehen um mich halt an etwas erfreuen zu können und ich musste feststellen, dass der Film doch schwächer ist als ich erwartet hatte aber nun zu den etwas weiter ausgeholt erläuterten Details.

Der Film beginnt typisch mit gewohnt lustigem Bleach Humor für welchen sich die in ein Plüschteddy verfrachtete Modsoul (Modified Soul = Modifizierte Seele) verantwortlich zeichnet. Die Geschichte des Filmes beginnt ziemlich flach und vorhersehbar wartet jedoch mit sehr guten Szenen und Animationen auf. Bleach fasziniert eigentlich in der Serie durch eine sehr gut durchdachte Story und charakterliche tiefe, der Film jedoch erzählt eine typische Rache- und Beschützerstory in der es darum geht, die angestauten Erinnerungen gereinigter toter Seelen in Form eines menschlichen Körpers (eines jungen und lebensfrohen Mädchens) zu vernichten. Ichigo, der Orangehaarige Hauptcharakter, hat jedoch etwas dagegen, da sie menschliche Gefühle wie Schmerz und Trauer spürt und er nicht verstehen kann wie man so ein Wesen einfach vernichten kann. Zu diesem Zeitpunkt zeigen sich die Bösewichter des Filmes die das Mädchen, namens Senna, entführen um ihre Macht in Form der Erinnerung der gereinigten Seelen (welche ihre Erinnerungen wieder haben möchten) zu nutzen und damit Rache an den Todesgöttern zu üben, die sie aus ihrer Welt verbannt haben. Ichigo fasst darauf den eisernen Willen Senna zu retten und zu beschützen. Der Plan der Verbannten sieht vor, Senna sprichwörtlich „aufzubahren“ damit sich die Seelenhüllen gewaltsam ihre Erinnerungen wiederholen können. Die dadurch wieder erstarkten Seelen würden ihre Zwischenwelt sprengen und damit die Menschenwelt und die Welt der Todesgötter, zu denen Ichigo gehört, miteinander verschmelzen was die Zerstörung beider als Folge hätte. Um das zu verhindern beschließen die Todesgötter diese Zwischenwelt zu zerstören bevor die Sellen ihre Erinnerungen wieder erlangen. Derweil versuchen Ichigo und paar Todesgottfreunde Senna eigenhändig zu befreien, womit sie gegen den befehl des obersten Shinigami (=Todesgott) handeln. Bevor jedoch dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt wird feuern die Shinigami besagte Kanone ab und ein Drama um Leben und Zerstörung nimmt seinen Lauf.

An dessen Ende ein doch ziemlich ergreifendes persönliches Drama sein Ende nimmt, welches ich so einer Form bei Bleach nicht erwartet und auch noch nicht gesehen habe. Im Grunde bietet der Film alles was ein Bleach-Fan sehen möchte: Auftritte der beliebtesten Charaktere (Hitsugaya-Taichou, Hisugi-Fukutaichou und Rukias Shikai debut), viele actionreicher und gut in Szene gesetzte Kämpfe (Bankai und Schlachte) sowie den gewohnten und geliebten Witz. Allerdings überzeugt mich der Film nicht vollends, da mir die Story einfach zu vorhersehbar und teilweise zu hastig erzählt wird. Die Animationen und Hintergründe sind wie bereits erwähnt durchschnittliches Animekinoniveau und musikalisch untermalt werden die Szenen mit dem aus der Serie bekannten OST welcher einfach stimmig und passend zu Bleach passt. Das Ending des Films wird von Aqua Timez beigesteuert. So ertönt während des Abspanns ein Song der von distanzierter Liebe (die Senna für Ichigo empfindet) und Sehnsüchten sowie Trannungsschmerz erzählt. Also ein perfekt passender Song, dessen Titel übrigens „Sen no Yoru wo Koete“ (grob: „Meine Stimme hallt durch 1000 Nächte“). Die Leistung der Synchronsprecher ist wie gewohnt überdurchschnittlich, hervorzuheben sind Orikasa Fumiko als Rukia (die kleine Schwarzhaarige zu Ichigos linken) und Saito Chiwa als Senna, welche beide hervorragende Leistungen darbieten. Die anderen Sprecher verkörpern ihre Rolle authentisch und lustvoll.

Letzten Endes stellt das Leinwanddebut von Bleach rund 90 Minuten klasse animierte Bleachaction dar ohne eine teife Story zu erzählen. Der Kinogänger und Fan wird somit visuell mit reinstem Bleach Fanservice verwöhnt und mit einem „woa~“-Gefühl aus dem Saal geschickt ohne überhaupt eine großartige Story zu vermissen. Die maue Geschichte wird durch das doch gute persönliche Melodrama wett gemacht und hat jedenfalls mich überzeugt.

English Overvoiced Teaser-Trailer:

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