Donnerstag, 30. August 2007

Sie läuft und läuft…

…die Maschinerie der deutschen Bürokratie. Mein Tag begann heute Morgen um 5 nach 9 und das nur weil ich um 11.15 zur „Agentur für Arbeit“ musste um Bewerbungen vorzuzeigen. Diese musste ich da vorlegen damit diese Einrichtung für mich die Rentenbeiträge entrichtet … und das genau für 1 Jahr xD

Jedenfalls kam ich dann da an und zeigte besagte Bewerbungen vor und plauderte mit meiner „Betreuerin“ mehr oder weniger nett, denn diese schein chronisch Forsch und unfreundlich zu sein. Als dann nach guten 10 Minuten (ja, nach ganzen 10 Minuten!!) das Gespräch zu Ende war wurde ich mit dem verweis entlassen, dass ich in Zukunft nur noch sagen bräuchte wo ich mich beworben hätte. Da dachte ich mir dann: „mkay, ist ja lustig! Dann saug’ ich mir was aus den Fingern *lol*“ Nuja, jedenfalls war dann diese Prozedur hinter mich gebracht.

ABER HALT!

An diesem Tag erwartete mich ja noch etwas, und zwar das Informationsgespräch zum Abgreifen staatlicher Förderungen bei der Postbank/BHW. So nebenbei hab’ ich grad bemerkt, dass ich den mir mitgegebenen Wisch immer noch in der Hosentasche hatte … wie warm der mittlerweile ist xD …

Dieses Gespräch verlief jedoch recht reibungslos, obwohl ich auf den Herren der mich da berieselte warten musste, da er noch bei Obi war um sich Umzugskartons zu kaufen da er, wie er mir mitteilte, sein Büro räumen müsse, da er versetzt wurde. Nach einem netten Plausch zur Namensherkunft unsere Nachnamen begann das Gespräch. An dessen Ende versuchte er mir ein Zweitkonto auszuschwatzen … was ich aber dankend ablehnte mit der Begründung, dass ich mich erst einmal mit einem Konto zufrieden gebe und ich noch keinen Sinn in einem Zweitkonto sehe. Jedoch versprach ich ihm mir darüber mal Gedanken zu machen. Das wär’s auch mit den mehr oder weniger tollen Ereignissen dieser Woche im Bezug aufs Gesellschaftsleben.

In Sachen „Virtual Reality“ tut sich bei mir mehr tolles, denn ich nenne nun 7 Shiny Pokémon mein Eigen (auch einfach Shiny genannt, sind Pokémon mit anderen Farben) und hab nun eine Gleichheit zwischen Siegen und Niederlagen bei Wifi Kämpfen, toll oder? ^_^

Ansonsten tut sich nicht viel … deswegen die Beitragsflaute in letzter Zeit. Ich verspreche allerdings dieses zu ändern … bzw. nehme ich mir die Änderungsversuche mal vor.

Mittwoch, 22. August 2007

Das unbefriedigende und bedrückende…

…Gefühl von unerfüllter Liebe, Sehnsucht und Trennungsschmerz kennt wahrscheinlich jeder von uns. Ganz gleich ob jemand allein gelassen wurde oder jemanden allein lassen musste. Diese Gefühle werden wunderbar in dem Animationsfilm „5 Zentimeter pro Sekunde“ zur Thematik gemacht.

Ein Junge, Tohno Takaki, und Mädchen, Shinohara Akari, beide zur gleichen Zeit auf dieselbe, fremde und neue Schule gewechselt, verbringen ihre freie Zeit lieber in der Schulbibliothek anstatt mit ihren Klassenkameraden im Freien Klubaktivitäten nachzugehen. Dieses untypische und isolierende verhalten schweißt die beiden zusammen und so entsteht eine tiefe Freundschaft. Als Akaris Eltern jedoch, beruflich bedingt, umziehen müssen trennen sich vorerst die Wege der beiden die sich zum Abschied noch gemeinsam die fallenden Kirschblüten ansehen, die mit 5 Zentimetern pro Sekunde Richtung Boden fallen und sich gegenseitig versprechen, diesen Anblick nächstes Jahr wieder gemeinsam zu erleben. Nach Briefwechseln und diversen Telefongesprächen beschließen sie, sich am 4. März zu treffen. Höhere Gewalten jedoch scheinen dieses treffen verhindern zu wollen und so kommt es, dass Takakis Zug auf Grund von Schneefall ganze 4 Stunden Verspätung hat. Dennoch wartet Akari auf ihn und so treffen sie sich spät nachts auf einem Menschenleeren Bahnhof wieder. In dieser Nacht küssen sich die beiden unter einem mächtigen Kirschbaum zum ersten mal doch findet keiner den Mut die aufkommenden Gefühle in Worte zu fassen und so trennen sie sich am nächsten Morgen mit Abschieds- und Wohlergehensfloskeln. Einige zeit später muss Takaki die Präfektur (vergleichbar mir unseren Bundesländern) wechseln, da sein Vater versetzt wurde und so erhöht sich die Distanz der beiden abermals um gefühlte Ewigkeiten. In der neuen Präfektur schreibt er ihr Nachrichten die er jedoch nicht absendet. So verlieren sich beide aus den Augen. Alsdann mehrere Jahre vergangen sind und Akari und Takaki unwissend in derselben Stadt wohnen und sich unbewusst die Gegenwart des Anderen ersehnen begegnen sie sich unverhofft auf einem Bahnübergang wieder, jedoch erkennen sie sich nicht sonder erahnen nur die Bekanntheit. Als sich beide zum Anderen umdrehen wollen, trennen vorbeihuschende Züge den Blickkontakt und so gehen sie unwissend voneinander in derselben Stadt ihre Wege.

Diese von Melancholie und Traurigkeit erzählende Geschichte ist noch viel erdrückender als oben wiedergegeben, denn Takaki ist unfähig zu lieben da er sich nur nach Akari sehnt und somit mit leerem in die ferne gerichtetem Blick sein Lebensweg voranschreitet und die Liebe anderer Frauen komplett ignoriert. Akari hingegen findet den an ihn gerichteten Liebesbrief wieder und erinnert sich zurück, doch haben diese Gefühle anscheinend nur noch nostalgischen Wert für sie, da ihre Hochzeit vor der Tür steht. Somit fristet er ein einsames unerfülltes und mit Sehnsucht geplagtes Dasein während sie die Gefühle mit Nostalgie betrachtet und in die Zukunft blickt. Am Ende erzählt „5 Zentimeter pro Sekunde“ aufgeteilt in drei Akte die Geschichte zweier Heranwachsender die sich durch die sich ergebende Distanz aus den Augen verlieren und somit ihrer Liebe nur eine geringe Chance geben können und beide die Gelegenheit verpasst haben sich ihre Gefühle zu gestehen. Ein Drama von einer Liebe ohne Happy End.

Visuell macht der Film einiges her, so wird mit symbolträchtigen Bildern nicht gespart, so dass man auf einmal eine Rakete den Himmel zwischen den beiden trennen sieht oder das sich beide auf verschiedenen Seiten eines Bahnübergängen in die Augen sehen wollen dieses aber nicht können da sie ein vorbeikommender Zug stört. Dadurch wirkt der Film aber keinesfalls Kitschig, denn die Bilder sind so detailverliebt und real gehalten, dass man das Gefühl hat einem realen Ereignis beizuwohnen. Die Animationen sind von höchstem Niveau und Technik, sodass nur die im typischen Anime-Stil gehaltenen Figuren dieses Bild wieder ins rechte Genre ziehen.

Meiner Meinung nach kann Shinkai Makoto mit diesem Film nun endgültig beweisen, dass er auch feinfühlige Animationen und Geschichten erschaffen kann wie Studio Ghiblis Miyazaki oder Takahata, denn nach Filmen wie „Kumo no Mukou, Yakusoku wo Basho“ (Internationaler Titel: The Place Promised in Our Early Days) und „Hoshi no Koe“ (Internationaler Titel: The Voices of a Distant Star) steht für mich persönlich fest, dass Shinkai für mich der Dramenmeister ist. Eine brillant erzählte Geschichte die zum nachhaltigen Nachdenken anregt und berührt.

Trailer (englisch untertitelt):

Montag, 20. August 2007

Die Launen des (Un)Glücks...

...erfassen mich mit beiden Pranken so wie es scheint, denn erst resette ich gute 20 Stunden Regigigas (das an 4 Tagen) und es kommt nicht Shiny so hab ich's halt normal gefangen dazu mit einem neutralen Wesen <_< ... Als wär das nicht genug, bricht ein dümmliches Enton meine schöne Sniebel Kette weil ich ausversehen mal nicht aufpasste ... mich würgt das alles echt langsam an. Andere haben Glück bis es ihenen aus den Ohren läuft und mich plagt das Pech in den spielerischen Ruin.
Wenigstens bin ich im EU-Releaseturnier (geplant im Filbboard) eine Runde weiter ... aber das wird heute Abend bestimmt auch enden für mich. Da soll noch mal wer sagen "hab' mal mehr (Selbst)vertrauen" ... wie denn bei solchen Pleiten <_<
Das war's erst Mal von mir für heute ^_~
(Die gründe für die lange Abstinenz ist in diesem beitrag erläutert worden, nebenbei erwähnt.)
Kurzer Beitrag dieses Mal, beim nächsten Mal sicher wieder länger.

Montag, 13. August 2007

Das erste Mal…

…und das Gefühl war doof! Für manche Leute stellt das erste Mal ein besonderes Ereignis dar, egal in welchem Bereich es passiert. Für mich allerdings bot das erste Mal nur die späte Einsicht, dass ich so einiges falsch gemacht habe.

Ich brauchte in meinem Leben bis jetzt noch kein einziges Mal hart und entlohnend arbeiten, doch die momentane Situation erfordert eben dieses von mir, so sah ich mich gezwungen zum ersten Mal eine Bewerbung zu schreiben und diese auch los zu schicken. So geschah es auch, ich schrieb eine Kurzbewerbung in der ich mich um eine Stelle als Aushilfskraft bewarb. Heute kam die Antwort der Unternehmung bei der ich mich beworben hatte. Sie enthielt nicht das erhoffte Ergebnis und so musste ich vernehmen, dass ich es nicht geschafft habe positiv genug für mich zu werben und somit nicht genommen wurde. Damit trudelte heute meine allererste Absage, in einem schmucken wenngleich auch schlichtem, Umschlag ins Haus. Das Gefühl war bzw. ist unbeschreiblich und ich kann es noch immer nicht in präzise Worte fassen.

Jedoch, so wie ich nun mal halt bin, hab mich davon nicht weiter berühren lassen und brachte einige Stunden später eine weitere Bewerbung zu einer anderen Unternehmung und warte fortan auf eine Antwort auf dieses Stellengesuch. Nun denn, mehr wollte ich gar nicht Berichten, da sich in Sachen „Schlafrhythmusstörung“ bisweilen noch nichts geändert hat gibt’s dazu erstmal kein Update, und entlasse euch nun wieder.

Bye nii~

Freitag, 10. August 2007

Das große Problem…

…mit dem Rhythmus.

Damit gemeint: Mein Schlafrhythmus. Die damit verbundenen Wachzeiten sind seit geraumer Zeit so was von ins Wanken gekommen, dass es schon nicht mehr gesund zu sein scheint. Ich bin nachmittags hundemüde und nachts um 4 hab ich meinen Höhepunkt an dem ich nur so vor Tatendrang überlaufe. Heute Morgen um 4 fing ich zum Beispiel an paar Quapsels zu züchten und eine halbe Stunde später hab ich da eines von gegen ein Seeper getauscht. An sich ein normales Prozedere nur drängt sich einem die Frage auf, ob das nachts passieren muss. Zur Schulzeit fand ich es noch verwerflich nachmittags schlafen zu gehen oder gar erst nachmittags aufzustehen und nun passiert mir das selbst und ich habe beschlossen das ich dagegen was unternehmen muss bzw. das ich dahingehend etwas ändern muss. Beschlossen hab ich das schon vor 2 Wochen aber so langsam muss der Plan auch anlaufen. Die Abläufe die ins Rollen gebracht werden müssen ab von da ein auch eingehalten werden müssen, sehen wie folgt aus:

  1. Spätestens um 1 ins Bett huschen
  2. Sich nicht von etwaigen Chatkumpanen aufhalten lassen
  3. Aufhören krampfhaft Tätigkeiten zu suchen die einen beim gehen wollen aufhalten
  4. usw.

Diese 4 simplen und einfachen „Regeln“ würde es mir ermöglichen wieder zu einem normal menschlichen Rhythmus zurückzufinden, wenn da nicht mein innerer Schweinehund wäre, der mir sagt, dass ich eh Zeit en masse hätte und gar nicht schlafen bräuchte weil man das später noch zu genüge tun könnte. Eben genau dieser gesellige Genosse verhindert(e) schon so manch andere Pläne von mir. Ich sollte mir mal überlegen wohin ich den langsam abschiebe, so dass ich ihn nicht mehr ertragen muss aber das ist ein anderes Thema. Ich berichte erneut sobald eine Besserung erkennbar ist.

Mittwoch, 8. August 2007

Der Schrecken kommt in...

...Gelb! Denn der
zieht seine Bahnen durch die deutschen Kinos und entlässt nach rund 90 Minuten die Kinogäste mit einem Gefühl von Zwiespalt, meiner Meinung nach, da der erste Film über die quietschgelbe Familie aus Springfield auf der einen Seite gewohnt Gesellschafts- und Politikkritisierend ist aber auf der anderen Seite versucht Gefühle und Moral zu vermitteln wobei die Quintessenz, nämlich der Witz, teilweise auf der Strecke bleibt. Ich erwartete ein Feuerwerk an Komik und Kontroverse und das erhielt ich auch die erste knappe halbe Stunde des Filmes (Al Gore, Köpenick und paar andere Parodien) doch danach wandelte sich das Spektakel in ein fast apokalyptisches Drama um ein Schwein, Familienzwist und Loyalität. Die charakterliche Darstellung von Homer und Bart im Besonderen geriet gänzlich aus den aus der Serie bekannten Fugen, da Bart urplötzlich den Drang verspürte Geborgenheit und Liebe zu erleben und somit beinahe zum Flanders-Clan konvertierte und Homer sich als naiv-dummes Wesen herausstellte welches endlich einsieht, dass es nichts gebacken bekommt und ihm alles entgleitet. Einzig und allein Lisa und Marge verhielten sich getreu des etablierten Schemas und gingen ihren gewohnten Tätigkeiten nach. Wobei mich wunderte, dass man keine einzige US-Flagge an den Häusern sah an denen Lisa um Unterschriften zum Umweltschutz bat. Marge wies ihren Ehemann, wie immer, wieder auf den rechte Weg und so konnte die Familienbande gerettet werden. Am Ende gelang es auch Homer Bart erneut von sich zu überzeugen und so lief man geradwegs auf ein Happy-End ohne "Hass" und Streit zu. Zuletzt komme ich zu Maggie, welche ihren Charakter sogar festigen konnte und in der Serie angedeutete und immer wieder erwähnte Aspekte weiter ausgebaut bzw. erweitert wurden, so entpuppt sich Maggie als Retterin in der Not welche das Loch nach draußen ausfindig macht und sich selbst zu verteidigen weiß, in dem sie ihre Nuckelflasche zerschlägt und einem Affen mit dem Spitzen Ende droht oder gar einen Felsen auf das haupt des "Bösewichts" wirft und sich in cooler Manier verabschiedet.

Die deutsche Translation und Vertonung der Dialoge erwies sich als geringfügig umgangsprachlicher und schroffer ("Scheiß auf Springfield"; "Ich wusste das ich scheiße baue" etc.) wenngleich auch inkonsequenter, denn durch die offensichtlich unterschiedliche Wahl der Synchronstudios für Trailer und Hauptfilm (An sich nichts ungewöhnliches bei Kinoreleases), wurden manche Übersetzungen die man in den Trailern hört im hauptfilm anders umgesetzt, so zum Beispiel auch der Spider-Schwein Part (Trailer: "Gebt acht er ist ein Spiderschwein"; Film: "Passt auf er ist ein Spider-Schwein") oder die Stelle an der Homer am Boden liegen zu Bart hinauf schaut und fragt ob er Alle gerettet hätte (Trailer: "Hab' ich uns alle gerettet?"; Film: "Homie hat gut gemacht?"). Zwar kommt die finale Übersetzung im Film dem Original näher als die Trailerübersetzung, doch beweist dieses nur, dass Homer im Film dümmlicher und kindlicher gezeichnet wird als er eh schon ist. Ansonsten musste ich feststellen, dass die deutschen Sprecher weniger Elan an den Tag legen als ihre Amerikanischen Kollegen, denn diese Sprechen mit hörbarem Herzblut und zeigen Spaß an den Situationen wohingegen man sich bei den deutschen Pendants unweigerlich fragt, ob sie überhaupt wissen in welcher Situation sich ihre Figur gerade befindet. Zum Leidwesen meinerseits muss ich vermerken, dass Engelke ihren Job doch recht gut gemacht hat, obwohl ich mich an den Klang ihrerer Marge nicht gewöhnen möchte. Im Endeffekt ist die teutonische Vertonung solide und professionell gemacht, so dass am technischen Aspekt nichts zu bemängeln ist, jedoch die Sprecher und die stellenweise schlechte Übersetzung der Dialoge lassen die Synchro die Qualitätsleiter herunterklettern.
Ein weiterer, für mich wichtiger und bedeutender Punkt ist, dass Tom Hanks nicht seine deutsche Stimme in den Mund gelegt wurde obwohl diese ziemlich oft in "billigeren" Produktionen zu hören ist. Sehr schade wie ich finde. Soviel zur akustischen Lokaliesierung.
Die visuelle Lokalisierung, sprich Übersetzung englischer Schrifttafeln (Der Film anstatt Movie usw) und Untertitelungen amerikanischer Einrichtungen (EPA z.B.), ist jedoch sehr gut gelungen und ich hoffe, dass diese auch für die DVD beibehalten werden, denn es ist nicht selten der Fall, dass das Videomaterial auf der DVD dem der Ameriaknischen DVD haargenau gleicht und somit nur die synchronisierte deutsche Tonspur draufgepresst wird. Klar macht das die Produktion billiger aber die Präsentation wird dadurch entfremdet und das ärgert mich sehr.

Des Weiteren empfand ich den übermäßigen Einsatz von "ComputerGraficImages" (CGIs) echt zu viel des Guten. Sicherlich waren diese hübsch anzuschauen und Gut auf die 2D Charaktere abgestimmt, allerdings war es für mich zu wenig 2D, trotz dass damit geworben wurde ("in 2D"; "komplett in 2D" usw). Nur die Charaktere in klassischer Manier auf Cels zu bannen und manuell zu animieren reicht für mich einfach nicht aus um sich "2D-Zeichentrickfilm" zu schimpfen. Komplett Springfield wurde in CGI dargestellt und selbst einige Animationen kamen aus dem Rechner (EPA-Schraubtokopter, Homers Auto und das Pig-Crap Silo) um nur einige zu nennen. mag für den Einen oder Anderen "spießig" und "unmodern" klingen aber ich bin halt nicht der Fan von 2D/3D Hybridproduktionen. Dezenter Einsatz ist positiv und unterstützt die Sache aber übermäßiger Einsatz lässt das ganze, in meinen Augen, hässlich erscheinen. Jedoch ist das Präferenz- und Geschmackssache.

Zum klanglichen Aspekt ist zu sagen, dass dieser einfach auf ganzer Linie überzeugt! Ich find klassich orchestralische OSTs zumeist herrlich und bevorzuge diese zu 100% gegenüber Rock/Song-OSTs. Ein weiterer Punkt ist die Quelle der musikalischen Untermalung, denn mit Hans Zimmer legte ein Oscarprämierter Filmmusiker Hand an die Gestaltung der Klangkulisse. Nach den OSTs zu Blood+ und König der Löwen ist hans Zimmer für mich eh ein Garant für bombastische Soundtracks und somit eine perfekte Wahl für das Leinwanddebut der Chaosfamilie. Insebsondere das im Orchester neu eingespielte Intro der Serie ist genial. Letztendlich ist der OST für mich das beste an dem Film, denn die guten gags werden gleich zu Anfang so gut es geht verbraten und selbst ein herbeigesehnter "re-use" findet nicht statt, weshalb man sich in der zweiten hälfte mit Kalauern und Gefühlsduselei berieseln lassen muss. Alles in Allem ist und bleibt der Simpson-FIlm aber unterhaltend und amüsant, obwophl einige der witzigsten charas im Film karge Nebenrollen besetzen (Apu und Mr. Burns z.B.). Allerdings wird jede "größere" Figur mit mindestens einem Satz im Film bedacht.

Fazit:
Der erste Simpsons Leinwandauftritt kann im Groben als Erfolg und gelungenes Spin-Off zur Serie gesehen werden. Außerdem wird einem vorgeführt wie die Simpsonen evtl. in Zukunft animationstechnisch aussehen werden. Ich bin gespannt ob das von Maggie beiläufig erwähnte "Sequel" bzw. ob eine Fortsetzung kommt, ich denke jodch stark, dass uns nun fast alljährlich ein Simpsons Kinofilm ins Haus steht, denn dieses Prozedere ist in der japanischen Animation schon gang und gebe und bei dem dezeitigen US-Remake Wahn ist nicht auszuschließen ob nicht auch Konzepte und Rhythmen übernommen werden um eben möglichst großes Kapital aus dem Franchise zu ziehen. Ich warte das mal gespannt ab.
Die DVD ist für mich ein Pflichtkauf, denn das Original spielt die deutsche Umsetzuing locker an die Wand (ja, hab beide Gesehen. Deutsche im Kino und Original als "early DVD leakthrough") und allein dafür lohnt sich die Anschaffung denn für den kleinen Simpsonsbedarf am Abend ist der Fim geradzu prädestiniert.

Sonntag, 5. August 2007

Die zeitlose Sage...

...zweier sich liebenden Geschöpfe aus Adelsfamilien. Dieses Szenario ist nicht neu und schon gar nicht unbekannt, denn der Zwist zwischen den Montagues und der Capulet gehört schon zum Kulturgut und zum Allgemeinwissen des westlichen Abendlandes und sogar darüber hinaus. Der Ruhm und Bekanntheitsgrad hat sich soweit ausgedehnt, dass sogar japanische Animationsschmieden sich dem Stoff bedienen und daraus eine sehr passable Neuinterpretation zaubern auf dessen Deutschlandrelease ich schon jetzt warte. Die Rede ist vom noch aktuellen Anime "Romeo x Juliet"!
Die Serie hat William Shakespears Originalwerk nicht viel gemein, denn die Geschichte spielt sich in "Neo Verona" ab, einer schwebenden Stadt über den Wolken wo Adelige die Fortbewegung mit geflügelten Pferden bevorzugen. In eben dieser Stadt beginnt das Geschehen und man erfährt, dass sich Julia als einzige Überlebende der Capulet-Familie, den vorherigen Herrschern des Königreiches, als J7unge verkleiden muss um nicht erkannt und entdeckt zu werden. Als Junge getarnt und auf den Namen "Odin" hörend erlebt Julia die Schreckenherrschaft von Lord Laertes Montague, dem Cousin und Mörder ihres Vaters, mit und beschließt gegen die mit Unterdrückung und Gewalt einhergehende Ungerechtigkeit zu bekämpfen und das Tegime zu stürzen indem sie der Bevölkerung als "Akai Kaze" (zu deutsch in etwa: Roter Wirbelsturm) in brenzligen Situationen zu Hilfe kommt und teilweise auch ihr Leben riskiert, denn die königliche Militäreinheit und Stadtwächter die Carabinieri suchen unentwegt nach dem Roten Wirbelwind. Bei einem Zusammentreffen dieser beiden in Ideologie und Moral verschiedenen Parteien begegnen sich Romeo, der Sohn des Königs, und Jula verkleidet als Akai Kaze zum ersten Mal und bei Julia funkt es sofort, so dass sie nur mit größter Mühe und einiger Hilfe ihrer Freunde entkommen kann. Einige Zeit später befreunden sich Odin und Romeo und es ist nicht verwunderlich, dass das Geheimnis von Julia nicht lange dieser Belastung standhält und auffliegt als Romeo erwähnt das er den Taten des Roten Wirbelwindes nicht so abgeneigt zu sein scheint. Das Drama beginnt damit, dass die Beiden frisch verliebten Neo Verona den Rücken kehren und losziehen um ihr Glück zu finden und ihre Namen abzulegen. Doch es kommt anders als gewollt und sie werden gefunden, damit beginnt ein Drama das die Zeiten überdauert und einfach formidabel ist!
Romeo wird, entgegen seiner Auffassung, gezwungen die letzte Capulet zu bezwingen und den Thron für ewig an die Montagues zu binden und Julia versucht die verlorene Ehre ihrer Familie wiederherzustellen und Neo Verona in eine Epoche des Friedens zu führen. So begegnen sich die Liebenden auf dem Schlachtfeld der Gefühle unter dem Banner der Schwertlilie...

Soweit zum "neuen" Plot des Geschehens, welches im Übrigen komplett in HighDefinition produziert wurde. Die flüssigen Animationen, die rasanten Kamerafahrten und die Liebe zum Detail und der Farbgebung machen diese Serie zu einem Visuellen Fest. Diese überwältigenden Bilder werden von einem Orchestralen Soundtrack untermalt der die Emotionen perfekt unterstreicht und die Handlungen dramatisierend unterstützt. Eingespielt wurden die klassisch anmutenden Stücke von einem renomierten australischem Orchester welches sich auf die akustische Untermalung zu Videospielen und Animationsserien/-filmen spezialisiert hat (der Name ist mir leider gerade entfallen). Komponiert und Interpretiert werden die Stücke von Sakimoto Hitoshi der auch schon für den OST zu Final Fantasy XII verantwortlich zeichnete. Bei der klanglichen Kulisse muss unbedingt das brilliante Intro Erwähnung finden, denn dieses wird von der koreanisch-amerikanischen Sängerin LENA PARK dargeboten und bezaubert durch fanatstische Klänge und eine klare Stimme die einen ergreifenden Text vertont.
Der Regisseur dürfte dem westlichen Publikum recht unbekannt sein, denn Romeo x Juliet stellt sein Regiedebut dar und Ich wurde positiv überrascht zu sehen wie es ihm gelingt die Figuren glaubhaft und greifbar darzustellen sowie die Geschichte dramaturgisch gekonnt zu erzählen.

Fazit:
Dieser Anime ist einfach die Tüpfelchen auf dem i derzeit und kann, in meinen Augen, als die Sensation der Frühlingssaison gesehen werden. Für mich startete nichts besseres anfang April im japanischen TV-Programm. Dieses audiovisuell hochkarätige Vergnügen bietet Unterhaltung vom Feinsten auch wenn die Story neu und nur die Namen der Charaktere dem original entsprechen. Das Verfolgen der Intrigen des Königs und der Liaison zwischen Romeo und Julia mit ihren Höhen und Tiefen bietet auch im neuen Gewand großes Kino und es verliert kein Stück des Charmes welchen das original versprüht. Selbst die berühmte und bekannte Balkonszene mit dem mitreißenden Ausspruch:
"O Romeo, Romeo! Warum bist du Romeo!
Verleugne deinen Vater, deinen Namen,
Oder wenn nicht, schwör nur, daß du mich liebst,
Dann will ich keine Capulet mehr sein."
wird zitiert und zwar in Episode 10 und man erwischt sich beim Nachsprechen besagter Worte ob man möchte oder nicht (mir erging es jedenfalls so). Die Serie wird vorraussichtlich mit 26 Episoden zuende erzählt sein. Eine solide Anzahl an Episoden um ein Drama mit guten Charaktern und plausiblen Entwicklungen zu erzählen. Es folgen Zwei Videos:

Ein englischer Trailer zur Serie


Das Intro zur Serie (Das Lied gibt's auch in englisch, einfach Mal melden oder dort suchen)